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Besuch in FürthBesuch in Fürth

 

 

 

 

 

Die Kinderarche in Sarajevo:
Mit Engagement und Eigenverantwortung auf neuen Wegen

Voller Erwartung, was sich im letzten Jahr alles verändert hat, ging es in den Herbstferien nach Sarajevo. Diakon Thomas Vitzthum machte sich mit Vertretern vom Kaufhaus Lucas und dem Kinderhortteam auf die etwa 14stündige Reise nach Sarajevo. Der Bus war voll beladen mit den verschiedensten Geschenken. Das wohl sperrigste Präsent war eine Holzschaukel mit gut 4m Länge, die in den Diakoniebus verladen werden wollte. Die Schaukel, ein Geschenk des Kinderhortes, finanziert aus den Aktionstagen durch die deutschen Eltern, war dann zweifelsohne das Highlight für Crew und Kinder.

Herzlich empfangen von der Crew und Elvis, der sich ja im vorletzten Jahr einer Untersuchung im Klinikum unterzogen und neue Prothesen bekommen hat, war die deutsche Crew durchaus gespannt.

Ein neues Konzept, von Muamera Memisevic, Leiterin der Kinderarche und Freia Wagner, Leiterin des Kinderhortes, wollte und sollte Stück für Stück umgesetzt werden. Wesentliche Neuerung ist die Anpassung staatlicher Vorgaben in Bosnien-Herzegovina zur Errichtung eines Kindergartens, der einen Schwerpunkt in der deutsch-bosnischen Sprache und Zusammenarbeit hat. Die Planungen laufen bereits auf Hochtouren, wichtige Abklärungen und Besprechungen mit den zuständigen Ministerien aber brauchen ihre Zeit.

Umso erfreulicher und auch sichtbar für alle Besucher sind die Neuerungen im Haus: So wurde im Sommer das komplette Haus von der Crew neu gestrichen, finanziert aus den Erlösen eines Elterntages. Der Gruppenraum für die Vorschulkinder im Erdgeschoss wurde neu eingerichtet und umgestellt. Die Schulkinder, aktuell im ersten Obergeschoss haben einen neuen Raum bekommen und diesen mit der Crew liebevoll eingerichtet. Auch die PC-Garage wurde aufgelöst und die wenigen, noch funktionsfähigen Rechner in den neuen Raum integriert.

Die Frauen, die die wöchentlichen Nähkurse besuchen, haben ihr neues Domizil im zweiten Stock gefunden. In liebevoller und heimeliger Atmosphäre haben sie nun einen neuen Raum, der die Kreativität und innovativen Gedanken in den Nähkursen beflügeln kann.

Durch die Umsetzung des neuen Konzeptes sind nun auch an vier Tagen in der Woche die Gruppen mit rund 15 fest angemeldeten Kindern besetzt. Die Warteliste für die Kleinen ist lang. Fast 10 Kinder möchten gerne regelmäßig die Gruppe von Muamera besuchen. Die älteren Kinder bei Jasminka besuchen wechselweise vormittags oder nachmittags die Kinderarche, je nachdem in welcher Schulschichtsie sind. Aufgrund der zu wenigen Schulgebäude gibt es neben der Frühschicht auch eine Nachmit Tagsschicht von 13-19 Uhr. Vieles hat sich verändert, positiv und in Richtung Eigenverantwortlichkeit. Mit neuem Elan und vielen Ideen arbeitet die Crew mit den Kindern. Vieles ist noch zu tun, seien es die Anschaffung einer Spülmaschine oder eine kleine Küche im Obergeschoss oder neuer Fenster, um die enorm gestiegenen Energiekosten zu senken.

Auf dem Weg zu einer professionellen Einrichtung, die im Kindergarten- und Schulsystem fest verankert ist und sich auch dadurch zu einem Großteil finanziert, sind noch einige Schritte zu tun. Umso wichtiger ist die Hilfe aus Marktredwitz, um die Mitarbeitenden und Kinder weiterhin zu begleiten, finanziell und ideell. Herzliche Grüße bringen wir mit an alle Marktredwitzer, die die Kinderarche und Elvis bisher unterstützt haben. Wer gerne einmal die Kinderarche besuchen möchte, wende sich bitte an Diakon Thomas Vitzthum. Freia Wagner und Thomas Vitzthum